Inam Dubian Abdulhak (6), ADFC-Vorstand Thomas Fläschner, Aiman Dubian Abdulhak (5), Suvada Kadic vom Projekt Ankommen und Oberbürgermeisterin Charlotte Britz mit Fahrrädern

11.02.2015

Die Fahrrad-Aktion hat alle Rekorde gebrochen

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, Thomas Fläschner, Vorstand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), und Suvada Kadic, Koordinatorin des Projekts Ankommen, haben am Mittwoch, 11. Februar, der syrischen Familie Dubian Abdulhak das 200. gespendete Fahrrad im Rahmen des Projektes „Fahrräder für Flüchtlinge“ überreicht.

Seit Oktober 2014 arbeitet der ADFC zusammen mit dem Projekt Ankommen der LAG Pro Ehrenamt und mit Unterstützung des Zuwanderungs- und Integrationsbüros (ZIB) der Landeshauptstadt und des Deutsch-Ausländischen Jugendclubs (DAJC) an dem Projekt. Mittlerweile haben Bürgerinnen und Bürger über 500 Fahrräder gespendet. Zahlreiche ehrenamtlich Aktive des ADFC bereiten unter der Leitung von Peter Klose gespendete Räder auf. Anschließend übergeben sie die Räder Flüchtlingen.

„Es freut mich, dass die Saarländer so großzügig Fahrräder für Flüchtlinge spenden und sie damit willkommen heißen. Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für Integration, denn um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, muss man sich fortbewegen können. Ein besonderer Dank gilt dem ADFC, der die Fahrräder aufbereitet und auch allen anderen Kooperationspartnern für die Koordination“, erklärte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

Familie Dubian Abdulhak, freute sich sehr über das Rad. Auch den anderen Familienmitgliedern ist ein Fahrrad übergeben worden. Kheira Hachemi, eine ehrenamtliche Flüchtlingslotsin, hatte für die Familie den Kontakt zum ADFC hergestellt. „Die Spendenbereitschaft der saarländischen Bevölkerung war so überwältigend, dass wir momentan für jeden Flüchtling ein passendes Rad parat haben“, freuten sich die Kooperationspartner.

Angesichts der großen Zahl von gespendeten Fahrrädern – anfangs hatte man mit höchstens 100 Rädern gerechnet – sind weiterhin Geldspenden willkommen. Gebraucht werden auch Helme, Luftpumpen und Fahrradtaschen. Nähere Infos erteilt der ADFC (Tel. 0681/45098, info@adfc-saar.de).

Verschiedene Flüchtlinge, die selbst ein Fahrrad erhalten haben, arbeiten inzwischen sehr engagiert im Projekt mit, pflegen Räder oder übersetzen für ihre Landsleute. Für Thomas Fläschner ist diese Form der Integration ein schöner Nebeneffekt des Projekts. Für das Frühjahr hat der ADFC Kurse zum Erlernen des Radfahrens und Radtouren gemeinsam mit den Flüchtlingen geplant. Dabei sollen die Flüchtlinge zum einen Saarbrücken und seine Umgebung kennen lernen und zum anderen in Kontakt zur deutschen Bevölkerung kommen.

----------------------------