05.12.2015

Der Gemeindesaal platzte aus allen Nähten

Das Netzwerk für syrische Flüchtlinge in Altenkessel lud ein

Im Gemeindehaus der evangelischen Kirche haben sich Altenkesseler Bürger zu einem Nachbarschaftsfest getroffen. Unter dem Titel "Demokratie leben" sollten sich die Bürger und syrische Flüchtlinge kennenlernen.

Flüchtlinge erzählten ihre persönlichen Geschichten anhand von Vorträgen und Bildern. Dadurch kam es zum Dialog und zum Austausch. Kontakte zu Bürgern, Unternehmen und Hausbesitzern konnten geknüpft und Vorurteile gegen die neuen Bürger abgebaut werden. Es wurde natürlich auch musiziert, beide Seiten lernten ganz neue und fremde Töne kennen. Und für das leibliche Wohl sorgten alle Besucher selbst, konnten dadurch auch Spezialitäten und Leckerbissen aus der jeweils anderen Küche probieren.

Der Andrang und Zuspruch im Gemeindehaus war überwältigend. Immer mehr Stühle mussten herangeschleppt werden, 320 Besucher war es schlussendlich und der Organisator der Initiative in Altenkessel, Helmut Kohler, war überglücklich.

Das 20-köpfige Helferteam in Altenkessel kümmert sich rührend um die derzeit 50 syrischen Flüchtlinge: Behördengänge, Einkäufe, Arztbesuche, Deutschunterricht, Begleitung bei Kindergarten - und Schulterminen, Hilfe bei Antragsstellungen, bei der Wohnungssuche, bei der Arbeitssuche. Dabei wird auch fleißig für Sach- und Geldspenden getrommelt.

Aber an diesem Abend war gelöste Stimmung zu spüren, alle waren erfüllt und dankbar für die gemeinsame Zeit, besonders die Kinder, die eigens betreut wurden.

Text: Theresia Pabst-Ney, Fotos: Willi Feß

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