Gewaltprävention in Corona-Zeiten ist wichtiger denn je

Aspekte der Gewaltspirale im Umgang mit Migrantinnen und Geflüchteten

Seit Februar ist die LAG Pro Ehrenamt mit dem Netzwerk ANKOMMEN Kooperationspartnerin des bundesweiten MiMi-Gewaltpräventions-Projektes. Nun, nach einigen Monaten in der Corona-Krise sind wir mit diesem Projekt – leider – genau am Puls der Zeit.

Die MiMi-Gewaltprävention (für Migranten und mit Migranten) ist ein bundesweites Projekt, das von der Bundesbeauftragten für Integration Anette Widmann-Mauz gefördert wird und vom Ethnomedizinischen Zentrum e.V. entwickelt wurde. Ziel des Projektes ist es, dass alle Frauen und Mädchen in Deutschland den gleichen Zugang zu Schutz und Angeboten erhalten, um ein gewaltfreies Leben führen zu können.

Im Rahmen des saarländischen MiMi-Projektes wird es dieses Jahr zwei Schulungen geben, eine für Fachkräfte aus dem Sozialwesen und eine für Migrantinnen, die sich als Mulitplikatorinnen engagieren wollen.

Am 20. August 2020 starten wir eine 50-stündige Multiplikatorinnenschulung für Frauen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte. Die Schulung ist für die Teilnehmerinnen kostenfrei und umfasst alle Aspekte des Themas Gewalt. Anschließend werden die Frauen als Multiplikatorinnen aktiv und geben die Informationen über Schutz und Rechte an andere Frauen weiter – in ihrer Muttersprache.

Die Fortbildung für Fachkräfte i findet am 8. und 10.Juni 2020, jeweils von 9 - 12.30 Uhr als Webinar statt, ist kostenfrei und richtet sich an jene Personen, die mit gewaltbetroffenen Migrant/innen beruflich arbeiten. Das Thema der Fortbildung ist „Psychologische Aspekte der Gewaltspirale im Umgang mit Migrant/innen und Geflüchteten“. Die Referentin ist die Dipl.-Psychologin Dorothee Lappehsen-Lengler.

Weitere Informationen und Anmeldungen sind möglich über das Netzwerk ANKOMMEN, Nauwieser Str. 52, 66111 Saarbrücken.

Ansprechpartnerin ist Standortkoordinatorin Layla Emmerich, Tel. 0681/3799-264, E-Mail: l.emmerich(at)ankommen-saarland.de

Flyer